ÖKO-TEST Margarine: Mehr als die Hälfte "mangelhaft" oder "ungenügend"

Lange Zeit galt gesunde Margarine als Alternative zur Butter.

Von den 20 Margarinen, die Öko-Test ins Labor schickte, schnitten elf "mangelhaft " oder "ungenügend" ab, nur drei sind "gut", keine einzige erhielt das Testurteil "sehr gut".

Viele Menschen schmieren sich lieber Margarine statt Butter auf ihr Brot. Denn auch tierische Fette sind wieder beliebt. Öko-Test sich die Streichfette genauer angeschaut und auf Herkunft und Inhaltsstoffe geprüft. Das Testergebnis enttäuscht, vor allem auch die Bio-Marken. Da Margarine zu rund 30 Prozent aus Palmöl besteht, wollte Öko-Test überprüfen, ob die Hersteller verantwortungsvoll produzieren. Das weltweit am häufigsten verwendete Pflanzenöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen und ist nach Angaben der Natur- und Umweltschutzorganisation "WWF" gegenwärtig in etwa jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten.

Viele Hersteller verwenden daher mittlerweile Palmöl mit RSPO-Zertifizierung, welche bestätigt, dass das Öl aus nachhaltiger Produktion stammt.

Drei der vier Bio-Margarinen bekamen daher die Noten "befriedigend" oder "ausreichend"; sie weisen zu wenig Omega-3-Fettsäuren vor und/oder enthalten größere Mengen an Palm- oder Kokosfetten, die reichlich gesättigte, aber nur wenig ungesättigte Fettsäuren liefern. Nachweise für die RSPO-Zertifizierung. Außerdem wurden die Produkte im Labor unter anderem auf Schadstoffe analysiert und die Fettzusammensetzung unter die Lupe genommen. Alle Margarinen wiesen Mineralölrückstände auf. Gleich bei 19 Sorten konnte ein erhöhtes oder sogar stark erhöhtes Vorkommen von gesättigten Mineralölen (MOSH) nachgewiesen werden. Zudem stehen sie in Verdacht, krebserregend zu sein. Den höchsten Wert erreichte hier "Eden Die Gute" von Heirler.

Teure Produkte sind nicht zwangsläufig besser als günstige, Bio-Margarine schneidet nicht zwingend besser ab als herkömmliche Margarine. Von den bekannten Klassikern im Kühlregal sollte man laut Öko-Test hingegen besser die Finger lassen.

"Das Problem bei Palmöl ist der Gehalt an gesättigten Fettsäuren", sagen Experten. Diese führen zur "Verschlechterung der Blutfette, was letztlich das Diabetes-Risiko erhöht".


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