Porsche-Prognose wackelt wegen VW-Gewinnwarnung nicht

Die Prognose stehe weiterhin insbesondere unter dem Vorbehalt weiterer Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Dieselthematik und unterstellt, dass das Finanzergebnis des Volkswagen Konzerns zum Jahresende im Rahmen der bisherigen Erwartungen bleibe, erklärte Porsche. Im dritten Quartal werden deswegen negative Sondereinflüsse von voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Euro das operative Ergebnis belasten, so Volkswagen.

Vor knapp einem Jahr hatten sich Vertreter von VW mit Klägern, Händlern und Bundesstaaten in den USA auf einen Vergleich für Dieselwagen aus dem Konzern mit den 2,0-Liter-Antrieben verständigt. Die Umsetzung des Rückkauf- und Nachrüstungsprogramms sei erheblich langwieriger und gestalte sich technisch anspruchsvoller als gedacht. Weil der Rückruf der von Abgas-Manipulationen betroffenen 2,0-Liter-Motoren nicht so läuft wie geplant, muss der Dax-Konzern noch mehr Geld zur Seite legen.

"Da sieht man, dass die Diesel-Affäre noch lange nicht ausgestanden ist", sagte ein Händler. Ende Oktober 2016 stimmte ein Zivilrichter dem Kompromiss über entsprechende Entschädigungen zu. "Da stellt sich die Frage, inwiefern das ein Fass ohne Boden ist".

Ganz beendet sind die juristischen Streitigkeiten in den Vereinigten Staaten aber noch nicht.

VW hatte im September 2015 eingeräumt, in den USA Abgasdaten von Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben. Dies stürzte den Konzern in eine tiefe Krise und führte zu Milliarden-Belastungen.


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