Air Berlin verlängert Bieterfrist für Techniksparte

Wer für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs benötigt werde, werde erst zu Ende Februar 2018 gekündigt. Anders sieht es bei der österreichischen Tochter Niki aus, deren Geschäfte weiter laufen sollen.

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet.

Die Logistikfirma Zeitfracht sondierte hierzu Kooperationen mit Lufthansa und Easyjet als mögliche künftige Auftraggeber vor allem an den Standorten Berlin und Düsseldorf, wie Reuters aus Verhandlungskreisen erfuhr.

Die Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL), die die Interessen auch von Mitgliedern der Techniksparte der insolventen Airline vertritt, begrüßte die Verlängerung der Bieterfrist. "Für die Kollegen, welche eine Freistellung erhalten, ist das wie ein Schlag ins Gesicht", heißt es in der Mitteilung. "Offensichtlich wurden die Verhandlungen durch den Druck der Erwerber an dieser Stelle blockiert". Die Betriebsräte kritisierten, die Manager wollten "jetzt die Abwicklung der Air Berlin und der Arbeitsplätze 'im Schweinsgalopp' umsetzen". Der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus hatte im September von insgesamt drei Offerten gesprochen. Damit seien die Voraussetzungen für eine Auffanglösung geschaffen.

Kurz zuvor hatte Verdi Air Berlin sowie den Interessenten Lufthansa und Easyjet mangelndes Engagement für die Beschäftigen der insolventen Fluggesellschaft vorgeworfen. Die Frist sei "bis in die 42. Kalenderwoche", die am 16. Oktober beginnt, ausgedehnt worden, erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Freitag.


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