Porsche fordert von Audi 200 Mio Euro Schadensersatz

Frank Scholtys, Leiter Unternehmenskommunikation bei Porsche, wollte die angebliche Forderung an Audi nicht kommentieren: "Uns geht es um die Zufriedenheit der Kunden". Porsche selbst stellt keine Selbstzünder-Aggregate her.

Jetzt ist der Zoff im VW-Konzern gewaltig eskaliert. Wegen des Einsatzes einer Betrugssoftware hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Juli einen Rückruf angeordnet und zudem ein Zulassungsverbot für die Diesel-Variante des Geländewagens verhängt.

Porsche hat inzwischen ein Software-Update entwickelt, was aber vom Kraftfahrtbundesamt noch nicht freigegeben wurde. Geschieht das, können die Nachrüstungen der SUVs starten. Nach Informationen von BILD am SONNTAG verlangt Porsche 200 Millionen Euro Schadensersatz von Audi! "Konzerninterne Vorgänge diskutieren wir nicht in der Öffentlichkeit", sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. Porsche-Finanzchef Lutz Meschke hatte schon vor längerer Zeit klargemacht, dass man im Rahmen der Lieferantenverträge gegebenenfalls Ansprüche an Audi geltend machen würde. Unklar sei nur die Höhe der Zahlung - es könnte also weniger werden als 200 Mio. In dem Schreiben sei nur eine erste Schadensschätzung genannt worden.

Der Dieselskandal bei der Konzernmutter Volkswagen war im September 2015 zuerst in den USA aufgedeckt worden.


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