Formel 1: Duell um die Krone

Lewis Hamilton setzt in Japan ein Ausrufezeichen.

"Wir wollen das Drama, wir wollen die Spannung", sagt der Formel-1-Vorstandsboss und Nachfolger von Bernie Ecclestone.

Vor allem in der Qualifikation konnte Hamilton auch in dieser Saison auftrumpfen. Es war die 71. seiner Karriere. Die Konsequenz: Erst nach 45 Minuten wird die anderthalbstündige Übungseinheit überhaupt freigegeben, auch danach fahren die Piloten bei den widrigen Streckenbedingungen kaum. Auch Vettel rechnet mit einem Dreikampf - und es käme ihm sehr gelegen, sollte sich Red Bull zwischen ihn und seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton schieben können. Der Wahl-Thurgauer verlor 0,472 Sekunden auf die Bestzeit. Deshalb ist er erstmal froh, dass sein Getriebe nicht getauscht werden und er nicht fünf Plätze weiter hinten starten muss: "Es scheint alles in Ordnung zu sein". Dritter wurde Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo. Hülkenbergs Team sorgte indes für einige Aufregung im Fahrerlager.

Es blieb die Tagesbestzeit, weil heftiger Dauerregen am Nachmittag die zweite Session fast unbrauchbar machte. Über drei Zehntelsekunden war der Brite schneller als sein Mercedes-Kollege Valtteri Bottas. Nur um Zentimeter rauschte er an der Leitplanke vorbei. "Auf der anderen Seite hat man später im Jahr ein ziemlich gutes Verständnis von den Reifen, dass man nicht immer fahren muss, es schadet aber nicht", erläuterte Vettel. Der Haas war zerstört, die Stewards schwenkten die roten Flaggen: Abbruch.

Die Sauber-Fahrer Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein waren zwar die Langsamsten im Feld. "Das war ein interessanter Tag, das Auto fühlt sich wieder viel besser an", sagte der dreimalige Weltmeister: "Wir sind bereit". Bei Carlos Sainz (Toro Rosso) und Jolyon Palmer (Renault) wurden ebenfalls ein paar Teile an der Antriebseinheit getauscht, beide werden jeweils 20 Plätze zurückversetzt. Vor allem für Hülkenberg war das ein ernüchterndes Ergebnis, der nach den Schwierigkeiten in Malaysia zumindest mit den Trainingsleistungen in Suzuka zufrieden war. "Ich wollte sie unbedingt", berichtete der 32-Jährige, der die schnellste jemals auf dem Kurs gefahrene Rundenzeit erzielte. Die ersten beiden Abschnitte hatten klar gezeigt: Die Silberpfeile waren stark unterwegs.

Auf der dritten Startposition steht morgen der Australier Daniel Ricciardo im Red Bull.

Beim davorliegenden Grand Prix von Singapur kollidierte er nach dem Start mit seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen und flog bereits in der ersten Kurve raus. Der Finne geht nur von Platz elf aus ins Rennen.


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