Mitglieder stimmen ab: VfL will Profi-Abteilung ausgliedern

Die Profis des Zweitligisten laufen in Zukunft nicht mehr unter dem Gesamtverein VfL Bochum 1848 e.V., sondern unter dem Dach der VfL Bochum GmbH & Co.

Stimmen dreiviertel der VfL-Mitglieder mit "Ja" wäre der Weg für einen Investor frei. Am Samstag stimmten 80,19 Prozent der 2707 anwesenden VfL-Mitgliedern für die Ausgliederung ab, 75 Prozent wären nötig gewesen. Für 20 Prozent seiner Anteile erhofft sich der Klub in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro, die vor allem in den Profikader fließen sollen.

Einige VfL-Fans fürchten, dass mögliche Investoren zu viel Einfluss auf den Klub nehmen könnten. Die Klubführung hält diese Sorgen für unbegründet, da die Investitionen an strikte Bedingungen geknüpft seien. So darf nicht wie im Fall 1860 München ein Darlehen aufgenommen werden. Es flogen Stühle, auch ein Böller wurde gezündet. Nach Ansicht der Clubführung kann der VfL nur so "konkurrenzfähig" bleiben und die angepeilte Bundesliga-Rückkehr realisieren. Wir werden Identität und Kontrolle nicht verlieren. "Wir suchen nur etwas Zaubertrank, denn für den VfL wären 20 Millionen Euro viel Geld", hatte Finanzvorstand Wilken Engelbracht vor der Mitgliederversammlung gesagt. Auch in der laufenden Saison blieb der selbsternannte Aufstiegskandidat auf Platz 13 bislang hinter den Erwartungen zurück. Dieser auffällige Teil der Ausgliederungs-Gegner zog im Anschluss weiter Richtung Stadion, begleitet von der Polizei.


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