Jogi Löw schickt Toni Kroos vorzeitig nach Hause - und begründet seine Entscheidung

"Wir müssen den immensen Hunger wieder haben, dieses Turnier zu gewinnen", so Löw.

Die deutsche Weltmeister-Auswahl bestreitet ihr Abschlusstraining vor der Partie gegen Aserbaidschan im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern allerdings heute in der Arena von Bundesligist Mainz 05 (17.30 Uhr). "Um den WM-Titel zu wiederholen, brauchen wir eine Topleistung von jedem einzelnen Spieler", betonte Löw. Deshalb schaltet der 57-Jährige auch gleich in den WM-Testmodus und kündigte im Vergleich zum 3:1 am Donnerstag in Nordirland mindestens drei personelle Veränderungen in der Startelf an. So sollen die Premier-League-Profis Emre Can vom FC Liverpool im defensiven Mittelfeld und Außenstürmer Leroy Sané von Manchester City von Anfang an auf dem Platz stehen. Zwar halten Verein und Torwart weiter am Plan fest, dass Neuer zum Rückrundenstart wieder trainieren und spielen soll.

Auch Löw verfolgt die Entwicklungen in München genau und bleibt noch ruhig.

Unter diesen Bedingungen kann es Löw auch verkraften, dass er gegen Aserbaidschan auf die beiden angeschlagenen Stürmer Timo Werner und Mario Gomez sowie auf die ebenfalls verletzten Leistungsträger Kapitän Manuel Neuer, Jonas Hector, Mesut Özil und Sami Khedira verzichten muss. Mit Blick auf die am 14. Juni beginnende WM 2018 habe er "aktuell keine Sorgen". Mit dem Leverkusener Leno zwischen den Pfosten erhält Barcelona-Keeper Marc-André ter Stegen eine Pause. Alle anderen können nur gewinnen. "Wenn man jetzt von einem Torhüter hinter Manuel Neuer spricht, ist das der Marc", sagte der Bundestrainer.

Die DFB-Elf hatte mit dem Sieg in Belfast das WM-Ticket gelöst und fährt als Gruppensieger nach Russland. "Jetzt wollen wir den zehnten Sieg am Sonntag auch noch einfahren". Nun steht am Sonntagabend in Kaiserslautern das letzte WM-Qualifikationsspiel auf dem Programm der Mannschaft. Zehn Erfolge aus zehn Spielen gab es noch nie.

Am sechsten Sieg im sechsten Aufeinandertreffen gegen Aserbaidschan hat der DFB-Chefcoach keine Zweifel. Der Gegner scheint ihm fußballerisch sogar sympathischer zu sein als die letzten Kontrahenten Norwegen und Nordirland.


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