Nur eine Sache wird funktionieren

Via Twitter bekräftigte er am Samstagnachmittag (Ortszeit) seine Ansicht, dass Gespräche mit dem nordkoreanischen Regime über die Einstellung des Atomprogramms Zeitverschwendung seien.

Trump schreibt in dem Online-Dienst, Präsidenten und Regierungen hätten 25 Jahre lang mit Nordkorea gesprochen, es seien Vereinbarungen getroffen und Riesenmengen Geld ausgegeben worden. Diese Strategie habe "nicht funktioniert", Vereinbarungen seien verletzt worden, "bevor die Tinte trocken war". "Sorry, aber nur eine Sache wird funktionieren!" Diesen Standpunkt untermauert der Präsident nun erneut. Sein Kommentar deutet aber darauf hin, dass er dabei an eine militärische Aktion denkt. Trump hatte bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung im September sogar gedroht, die USA würden Nordkorea "völlig zerstören", sollte Pjöngjang im Konflikt um sein Atom- und Raketenprogramm nicht einlenken. Mit dem Tweet stellt sich Trump abermals gegen seinen Außenminister Rex Tillerson, der zuletzt wieder Verhandlungen mit Pjöngjang forcieren wollte. Dieser hatte kürzlich von direkten Kontakten mit Nordkorea berichtet, in denen ausgelotet werden soll, ob Nordkorea Interesse an Gesprächen habe.

In Washington sind ranghohe Regierungsmitarbeiter überzeugt, dass ein militärisches Eingreifen auf der koreanischen Halbinsel kompliziert und gefährlich wäre - auch weil die dicht besiedelte südkoreanische Hauptstadt Seoul in Reichweite der nordkoreanischen Artillerie liegt.

Die internationale Gemeinschaft hat bereits eine Reihe von harten Sanktionen gegen Nordkorea verhängt.


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