Airbus-Chef warnt seine Belegschaft vor harten Zeiten

Der Chef von Airbus bereitet in einem Brief die Mitarbeiter aus schwere Zeiten wegen eines massiven Korruptionsskandals vor. Schwerwiegende Konsequenzen seien nicht auszuschließen, insbesondere das Risiko erheblicher Geldstrafen, heißt es in einem internen Brief, den das französische Internetmagazin "Mediapart "veröffentlichte". Der Verwaltungsrat stehe in der Angelegenheit hinter ihm und Chef-Jurist John Harrison.

Der "Spiegel" berichtete, Airbus habe in den vergangenen Jahren den Verkauf ziviler und militärischer Flugzeuge etwa in Indonesien, Kasachstan oder China mit Schmiergeldern angeschoben. Die Vorwürfe betreffen nach Angaben vom August 2016 Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit Beratern einer "dritten Partei". Parallel durchleuchteten auch französische und deutsche Behörden das Unternehmen. Gleichzeitig betont der Unternehmensboss, dass die durch Airbus selbst erfolgte Meldung entsprechender Auffälligkeiten die "einzige Verhaltensweise" sei, die Werten, Ethikstandards, Konformitätsregeln und rechtlicher Verantwortung entsprächen.

Außerdem untersuchen Ermittler schon länger die Umstände des Verkaufs von Eurofighter-Kampfjets an Österreich. Airbus weist dabei allerdings Vorwürfe zurück. Auch Österreich hat Strafanzeige gegen den Flugzeugproduzenten rund um den Eurofighter-Kauf erstattet.

Die Staatsanwaltschaft München prüft nach früheren Angaben seit 2012 Zahlungen an Firmen in Großbritannien.


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