Deutschen Buchpreis geht an Robert Menasse

"Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman 'Die Hauptstadt' auf eindringliche Weise". 2016 gewann Bodo Kirchhoff mit "Widerfahrnis" den Deutschen Buchpreis. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt bekannt. Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen.

Mit dem Preis, der mit 25 000 Euro dotiert ist, wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse die beste literarische Neuerscheinung des Jahres ausgezeichnet.

"Die Hauptstadt" (Suhrkamp) ist ein Roman über die EU und ihre Institutionen, in dem sich die Geschichten einer Beamtin, eines Referenten, eines VWL-Professors und eines Kommissars, der einen Mordfall aufklären will, verknüpfen. Außerdem läuft in Brüssel die sprichwörtliche Sau durch die Stadt.

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen im deutschen Literaturbetrieb. Für die Literaturauszeichnung waren sechs Romane nominiert, neben Menasse Bücher der Schriftsteller Gerhard Falkner, Franzobel, Thomas Lehr, Marion Poschmann und Sasha Marianna Salzmann. Die fünf Finalisten erhalten jeweils 2500 Euro.

Der österreichische Autor Robert Menasse erhält den Deutschen Buchpreis des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Sie wird bis zum Sonntag Zehntausende Fachbesucher und Buchliebhaber anlocken.


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