Parteigelder für private Zwecke genutzt? Razzia bei Mitglied des AfD-Bundesvorstands

Betroffen von der Razzia durch Polizisten waren demnach Hampels Privatanschrift im Landkreis Uelzen sowie die niedersächsische AfD-Zentrale in Lüneburg.

Knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen hat die Staatsanwaltschaft Lüneburg am Montagmorgen die Wohnung des AfD-Landesvorsitzenden Armin Paul Hampel durchsucht.

Ein ehemaliges AfD-Mitglied hatte im April Strafanzeige gegen Hampel erstattet. Hintergrund der Aktion sind Betrugsvorwürfe gegen den Politiker. Dabei geht es um den angeblichen Kauf von hochwertigem Kamera-Equipment durch Hampel im Wert von 5000 Euro auf Kosten der AfD im Jahr 2015. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens wegen eines Anfangsverdachts des Betrugs seien die Einsatzkräfte auch in der Landesgeschäftsstelle der AfD in Lüneburg gewesen, teilte die Behörde mit. Wie das Blatt unter Berufung auf den langjährigen niedersächsischen AfD-Landesschatzmeister Bodo Suhren schrieb, soll er trotz mehrfacher Nachfragen keine Rechnungen vorgelegt haben.

Die Ermittlungen dauerten an. Hampel sei bei den Maßnahmen nicht angetroffen worden und habe bislang noch nicht zu den Vorwürfen gehört werden könnten, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Weitere Angaben zu Details und Tatvorwürfen machte die Staatsanwaltschaft nicht.

Staatsanwalt Jan Christoph Hillmer betonte, dass bei dem Polizeieinsatz nicht nur nach be-, sondern auch nach entlastenden Beweismitteln gesucht worden sei.

Hampel wollte sich zu der Durchsuchung und den Vorwürfen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag nicht äußern.


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