Spaniens Regierung entschuldigt sich für Verletzte

Zudem hat sich die spanische Regierung am Freitag für die Verletzten durch Polizeigewalt beim Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien entschuldigt. Im Namen der Polizisten, die am Sonntag im Einsatz waren, entschuldige er sich, sagte der Vertreter der spanischen Regierung in Katalonien, Enric Millo, dem Sender TV3. Ein Opfer sei immer noch im Krankenhaus.

Während der Vertreter der Zentralregierung öffentlich um Verzeihung für die Polizeiübergriffe bat, wurde in Madrid der Chef der regionalen katalanischen Polizei (Mossos d´Esquadra) beschuldigt, den Widerstand seiner Landsleute sogar unterstützt zu haben.

Barcelona. Die spanische Zentralregierung hat die Abhaltung von Wahlen in der nach Unabhängigkeit strebenden Region Katalonien gefordert. Polizisten schlossen Wahllokale, beschlagnahmten Abstimmungsunterlagen und hinderten Menschen mit Schlagstöcken und Gummigeschossen an der Stimmabgabe. Bei dem Referendum stimmten 90 Prozent der Wähler für eine Abspaltung von Spanien.

Es geht um Vorfälle vom 20. und 21. September.

Bei dem umstrittenen Referendum hatte eine überwältigende Mehrheit der Katalanen für die Unabhängigkeit votiert. Hunderte Demonstranten hatten die Polizei nach einer Hausdurchsuchung am Verlassen des Gebäudes behindert. Puigdemont, kündigte für Dienstag eine Rede vor dem katalanischen Parlament an.

In Barcelona machten die katalanischen Nationalisten noch einmal deutlich, dass sie sich dem Druck aus Madrid nicht beugen wollen. Dort könnte die Unabhängigkeit proklamiert werden. Er habe diese Entscheidung getroffen, nachdem das Verfassungsgericht eine geplante Plenarsitzung am Montag untersagt hatte, berichteten spanische Medien unter Berufung auf Parlamentskreise. "Wir wollen, dass dies rasch passiert", sagte ein Sprecher in Brüssel. Die Behörde sieht den Konflikt als innere Angelegenheit Spaniens. Erwogen werde eine Plattform für einen Dialog zwischen den Konfliktparteien.


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