US-Vizepräsident Mike Pence verlässt NFL-Spiel wegen knienden Spielern

US-Vizepräsident Mike Pence hat einen Stadion-Besuch abgebrochen, nachdem sich mehrere Football-Spieler bei der Nationalhymne hingekniet hatten. In den Vereinigten Staaten ist es bei vielen Sportveranstaltungen Sitte, dass zuvor die US-Nationalhymne gespielt wird.

Mike Pence, der aus Indiana stammt, hatte sich eine Begegnung zwischen den "Indianapolis Colts" und den "San Francisco 49ers" anschauen wollen.

Das kommt seit einem Jahr innerhalb der NFL häufiger vor. Bei einem Footballspiel lässt sich sein Stellvertreter Mike Pence vor den Karren spannen und verfolgt Trumps Anweisungen an vorderster Front. 2016 hatte der frühere 49ers-Quarterback Colin Kaepernick als erster Spieler seinem Protest explizit gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA mit dem Kniefall Ausdruck verliehen. Diese waren wiederholt aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze auf die Knie gegangen, während die Nationalhymne vor Beginn ihres Spiels ertönte. Als Ex-Gouverneur von Indiana war er für eine Ehrung des früheren Colts-Quarterbacks Peyton Manning angereist. Nach Medienberichten stand das heimische Team geschlossen während der Hymne, mehrere Spieler der "San Francisco 49ers" knieten hingegen. Trump twitterte, er sei "stolz" auf seinen Vize. Er denke, es sei nicht zu viel von den NFL-Spielern verlangt, wenn Respekt gegenüber der Flagge und der Nationalhymne gefordert werde, erklärte Pence dann anschließend in einer Stellungnahme des Weißen Hauses.

Trump twitterte, er habe Pence gebeten, im Fall von Protesten das Spiel zu verlassen.

US-Präsident Trump liefert sich seit Ende September einen heftigen Streit mit Sportstars über deren angeblich mangelnde patriotische Gesinnung, wie er entgegen den Statements der Spieler die Geste interpretiert.


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