Euro-Finanzminister diskutieren Zukunft der Währungsunion

Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici würdigten heute die acht Jahre Schäubles als Mitglied des Clubs der Finanzminister der Währungsunion.

Nach Angaben Dijsselbloems hatte Schäuble seit 2009 an mehr als Hundert Euro-Gruppen-Treffen teilgenommen. Derzeit stünden alle Euro-Staaten wirtschaftlich gut da.

Schäuble selbst gab seinen Amtskollegen eine Mahnung auf den Weg.

Die Euro-Finanzminister beraten am Montag (15.00 Uhr) in Luxemburg über die Zukunft der Währungsunion und die Rolle des Europäischen Stabilitätsmechanismus' (ESM). Er und die anderen Minister überreichten dem CDU-Politiker zum Abschied unter anderem eine signierte Europaflagge sowie einen 100-Euro-Schein, auf dem Schäubles Konterfei abgebildet ist. Die Arbeiten gehen weiter. "Es ist jetzt eine gute Zeit, um den Euro nachhaltig zu stabilisieren. Das Danach wird anders sein".

Er verwies zudem auf Erfolge des einstigen Krisenlandes Portugal.

Eine offizielle Abschiedsfeier für den deutschen Finanzminister ist in Luxemburg nicht geplant. Er habe "eine Hauptrolle" in der Eurogruppe gespielt und werde diese nun in der deutschen Politik übernehmen. Ähnlich wie Juncker plädiert er auch für einen europäischen Wirtschafts- und Finanzminister. Wie der "Spiegel" am Wochenende mit Blick auf ein inoffizielles Diskussionspapier des Bundesfinanzministeriums berichtete, könnte dies letztlich auf eine "Entmachtung" der Kommission hinauslaufen, die bisher für die Überwachung der Einhaltung der Stabilitätskriterien in der Eurozone verantwortlich ist.


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