IG Metall will kürzere Arbeitszeiten und 6 Prozent mehr Geld

Die Gewerkschaft sieht die Zeichen einer wachsenden und gesunden Wirtschaft auch als Vorgabe für ihre Verhandlungen. Die Tarifbezirke müssen hier noch zustimmen. Diese werden dann zwei Tage später vom Vorstand bestätigt, ehe am 15. November die Verhandlungen mit den Arbeitgebern in den Bezirken starten, so die Gewerkschaft. Angesichts des ungebrochenen Wachstums der Branche und einer schwungvollen Konjunktur sei diese Größenordnung mehr als angemessen, so die IG Metall. Die IG Metall will eine Verhandlungsverpflichtung zur Angleichung der Arbeitszeiten und Entgelte im Osten erreichen. "Es gibt keinen Grund zu Zurückhaltung", ergänzte er. Die Gewerkschaft geht bei ihrer Forderung von einer Inflation von 2 Prozent und einer Produktivitätssteigerung von bis zu 1,5 Prozent aus. Die IG Metall fordert deshalb unter dem Motto "Arbeitszeit, die zum Leben passt" ein individuelles Recht für die Arbeitnehmer, die Wochenarbeitszeit befristet von 35 auf 28 Stunden zu verkürzen.

Jetzt verlangten die Beschäftigten mehr Selbstbestimmung. So soll es einfacher sein Familie, Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen unter einen Hut zu bekommen.

Für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie empfiehlt der Vorstand der IG Metall eine Forderung von sechs Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von zwölf Monaten und eine Wahloption auf "kurze Vollzeit": Alle IG Metall-Mitglieder sollen den Anspruch erhalten, ihre individuelle Arbeitszeit ohne Begründung auf bis zu 28 Stunden in der Woche absenken zu können. "Mein Leben, meine Zeit" sei eine Forderung der Arbeitnehmer.


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