Weichenschaden bremst Münchner S-Bahn aus - Streckensperrung nötig

S-Bahn-Reisende müssen sich in München aktuell auf Verzögerungen einstellen.

Nach dem Chaos bei der Münchner S-Bahn wegen eines Risses in einer Weiche rollen die Züge wieder auf der Stammstrecke. Weil die Strecke dafür komplett gesperrt werden müsste, würden die Arbeiten dann auf die Nacht gelegt.

Bis voraussichtlich 14 Uhr ist weiterhin mit Einschränkungen zu rechnen.

Auf der Stammstrecke konnten die Bahnen im Bereich der Hackerbrücke nur eingleisig fahren, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Nur drei der sieben Linien (S2, S3, S4) konnten am Morgen durchgehend auf der Stammstrecke verkehren - allerdings mit gedrosseltem Tempo. Während der Wartungsarbeiten sollen zwei Pendelzüge zwischen München-Ost und Pasing die Stammstrecke bedienen. Verspätungen, Umleitungen und Zugausfälle wurden unvermeidbar.

Die Linie S2 Petershausen/Altomünster - Erding wird zwischen Obermenzing und München Ost umgeleitet, die Stammstrecke wird nicht angefahren.

Die Panne belegt einmal mehr, wie dringend die geplante zweite S-Bahn-Stammstrecke benötigt wird. Die Kosten wurden mit 3,85 Milliarden Euro veranschlagt. Wegen der Weichenstörung verkehrt die S1 nach Freising und Flughafen von und nach München Hauptbahnhof Gleis 27-36 ohne Halt an der Hackerbrücke. Zwischen Dachau Bahnhof und Altomünster verkehrt eine S-Bahn im Pendelverkehr.

Die S 4 Geltendorf - Ebersberg verkehrt auf dem Regelweg durch die Stammstrecke.

S 6 in bzw. aus Richtung Tutzing beginnt und endet in München-Pasing.

Die Linie S 7 in bzw. aus Richtung Wolfratshausen beginnt und endet am Münchner Hbf Gleis 27-36. Die Halte Leuchtenbergring und Berg am Laim entfallen. Alternativ können S-Bahn-Fahrer auch auf die U-Bahnlinien U2 bis Giesing und U5 bis München Ostbahnhof ausweichen. Auf der anderen Seite der Stadt beginnt und endet die S7 Kreuzstraße bereits in Giesing. Die S-Bahnen des 10-Minuten-Taktes entfallen auf allen Linien.


Beliebt

VERBINDEN