BVB-Fans rufen zu Protestmarsch gegen RB Leipzig auf

"Rund acht Monate nach dem vermeintlichen Skandal-Spiel kommt es am Samstag im Westfalenstadion erneut zum Aufeinandertreffen mit RB Leipzig", beginnt der offene Brief auf "suedtribuene-dortmund.de", der die Anhänger von Borussia Dortmund dazu ermutigen soll, sich vor dem Spiel gegen RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) zu sammeln und "ein starkes Zeichen gegen den RB-Konzern und sein Verständnis von Fußball zu setzen".

Im Februar war es vor dem Stadion zu gewaltsamen Übergriffen auf Leipziger Fans, darunter auch Frauen und Kinder, gekommen (TAG24 berichtete). Der DFB verhängte anschließend eine Kollektivstrafe, die Südtribüne blieb für ein Spiel leer. "Dietrich Mateschitz' Projekt ist heute genauso abzulehnen wie damals", schreibt die Gruppe auf ihrer Internetseite. Alles, woraus der Sport seine Faszination ziehe, werde von dem Verein mit Füßen getreten. "Zeigen wir, dass man Fanatismus, Treue und eine freie und mündige Fankultur mit keinem Geld der Welt kaufen kann!"

Die Dortmunder Polizei will mit einem Großaufgebot erneute Ausschreitungen verhindern. Damals hatte Nordrhein-Westfalens Polizei-Inspekteur Bernd Heinen von 237 eingesetzten Bereitschaftspolizisten gesprochen. "Am nächsten Samstag ist unser Konzept darauf ausgerichtet, Fußballfans aus Leipzig und Dortmund davor zu schützen, von Gewalttätern und Kriminellen, die den Titel 'Fan' nicht verdienen, belästigt und angegriffen zu werden". Zudem wurden den Leipzig-Fans mittels Fanbriefen der Polizei deutliche Verhaltensregeln an die Hand gegeben.

Gleichzeitig blickte die Polizei auf die Ereignisse aus dem Februar zurück. Die Ermittlungen seien in 168 Strafverfahren gemündet, teilte die Behörde mit. Dafür seien unter anderem 170 Stunden Videomaterial ausgewertet worden. Am häufigsten (109-mal) lag der Delikt der Körperverletzung oder gefährlichen Körperverletzung vor. Gegen fünf Täter seien Strafbefehle bereits rechtskräftig.


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