Dritter Castor-Transport auf dem Neckar erwartet

In Obrigheim sollen nun drei Castor-Behälter mit ausgedienten Brennelementen auf das Schiff verladen werden. AKW-Gegner halten die Beförderung der ausgedienten Brennelemente über etwa 50 Kilometer auf einem Fluss für riskant.

Die Termine der Transporte teilt der Energieversorger EnBW nicht vorab mit. Umweltschützer haben für diesen Fall Proteste angekündigt. Er argumentiert, dass der Transport des Atommülls nach Neckarwestheim den Bau eines Zwischenlagers in Obrigheim überflüssig mache. Insgesamt plant EnBW fünf Transporte nach Neckarwestheim. Juristisch sieht die Kommune die Mittel aber ausgeschöpft. "Unsere Kritik am falschen Zweck der Transporte, an den Risiken und an der Strahlenbelastung für Schiffspersonal, Polizisten und Bevölkerung ist leider weiterhin so aktuell wie zuvor", sagte ein Sprecher. "Auch zeitlich würde das kaum mehr hinhauen", sagte Winkler. Bei seinen bisherigen beiden Fahrten wurde der Schubverband von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnte der Schubverband bereits am Mittwoch wieder zum etwa 50 Kilometer entfernten Zwischenlager am Kernkraftwerk Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) zurückfahren.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hatte Ende September die Sicherheitsbedenken von Neckarwestheim gegen die Beförderung ausgedienter Brennelemente per Spezialschiff abgelehnt.


Beliebt

VERBINDEN