Flüchtlingsexperte wird außenpolitischer Berater von Merkel

Es ist die erste wichtige Personalentscheidung von Kanzlerin Angela Merkel nach der Wahl: Ihr neuer außenpolitischer Berater kommt aus dem eigenen Haus.

Heckers Vorgänger ist Christoph Heusgen, der Merkel zwölf Jahre lang in außen- und sicherheitspolitischen Fragen beraten hat.

Hecker bringt alle Eigenschaften mit, die ein Merkel-Berater braucht.

Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch.

Die Stabsstelle des Flüchtlingskoordinators war auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Oktober 2015 im Kanzleramt eingerichtet worden.

Der Leiter der außenpolitischen Abteilung gilt als einer der wichtigsten Berater der Kanzlerin.

Hecker wird Nachfolger des 62 Jahre alten Christoph Heusgen. Er wechselte als deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen nach New York. Denn Hecker ist der erste außenpolitische Berater seit Horst Teltschik, der unter Helmut Kohl diente, der nicht die Diplomatenlaufbahn des Auswärtigen Amtes durchlaufen hat.

Seinen bisherigen Bereich Flucht, Migration und Fluchtursachenbekämpfung nimmt Hecker komplett mit in die Abteilung 2, deren Leitung er offiziell am Donnerstag übernimmt. Der 50-Jährige prägte in den vergangenen beiden Jahren die Verhandlungen mit Transit- und Herkunftsstaaten von Migranten und begleitete Merkel auf Reisen nach Mali, Niger und Äthiopien. 2011 wurde Hecker als Richter am Bundesverwaltungsgericht berufen, 2015 folgte dann der Wechsel ins Kanzleramt.

"Die Bundeskanzlerin kennt und schätzt Herrn Hecker aus seiner derzeitigen Tätigkeit" als Leiter der Stabsstelle für die Koordinierung der Flüchtlingspolitik, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.


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