Hollywood auf Distanz zu Harvey Weinstein

Weinstein hatte daraufhin erklärt, eine Auszeit nehmen zu wollen.

Der Hollywoodstar und Regisseur George Clooney nannte Weinsteins Verhalten "unhaltbar".

Weinsteins eigenes Filmstudio hatte den 65-jährigen Produzenten am Sonntag wegen "Fehlverhaltens" gefeuert.

Die Britin Judi Dench (82, "Philomena") bezeichnete die Vorwürfe als "fürchterlich" und drückte ihre Unterstützung für diejenigen aus, die sich über Weinsteins Verhalten beschwerten.

Auch die britische Schauspielerin Judi Dench gab eine Erklärung ab: "Während es keinen Zweifel daran gibt, dass Harvey Weinstein meine Karriere in den vergangenen 20 Jahren unterstützt und sich für mich eingesetzt hat, wusste ich jedoch nichts von diesen Angriffen, die natürlich entsetzlich sind, und ich biete denen, die unter diesen litten und dann darüber gesprochen haben mein Beileid und vom ganzen Herzen meine Unterstützung an". Für ihre Rolle in dem Film The Iron Lady, der von Weinstein produziert wurde, war die Schauspielerin mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Das Verhalten des Filmmoguls sei "unentschuldbar", der Missbrauch von Macht sei aber weit verbreitet. Ihre einstige Produktionsfirma Miramax verkauften sie an Disney, um danach die Weinstein Company zu gründen. "Ich hatte gehofft, dass diese Geschichten nur erfundene Gerüchte seien, und vielleicht waren wir alle naiv". Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und massieren wollen, sagte Schauspielerin Gwyneth Paltrow der "New York Times".

Daneben findet die Oscar-Preisträgerin lobende und ermutigende Worte für die Frauen, die mutig mit ihren Vorwürfen an die Öffentlichkeit getreten sind: "Die Tatsache, dass diese Frauen nun vortreten und über das Fehlverhalten von einem der wichtigsten und höchstgeschätzten Filmproduzenten sprechen, ist unglaublich mutig und gleichzeitig erschreckend anzuhören". Weinsteins "mächtigste Kollaborateure" schwiegen bis heute, kritisierte Dunham.

Harvey Weinstein war zusammen mit seinem Bruder Bob Weinstein jahrzehntelang einer der einflussreichsten Hollywood-Produzenten. Was mit den Anteilen geschieht, die Harvey Weinstein an seiner Firma hält, war zunächst unklar.

Der Versuch, sich mit der 2005 gegründeten und von Goldman Sachs mitfinanzierten Weinstein Company etwa auch in der Mode- und Internet-Branche zu versuchen, ging allerdings eher nach hinten los.


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