Berlin verlängert Grenzkontrollen um weitere sechs Monate

Deutschland verlängert die Grenzkontrollen um weitere sechs Monate. Das teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mit. Auch Flugverbindungen von Griechenland nach Deutschland sind betroffen - dort würden vermehrt unerlaubte Einreisen festgestellt, hieß es.

Die Kontrollen sollen vorerst weiterhin an der deutsch-österreichischen Grenze stattfinden. Sie drängt darauf, die Kontrollen auslaufen zu lassen. Die Sonderregelung auf Grundlage des Schengener Abkommens wäre am 11. November ausgelaufen. Die deutsch-österreichische Landgrenze sei der Schwerpunkt illegaler Migration nach Deutschland, sagte de Maizière. "Ob auch an weiteren Binnengrenzen künftig kontrolliert werden muss, bleibt der fortlaufenden Lagebewertung vorbehalten", sagte de Maizière.

Die nun angeordnete Verlängerung erfolgte den Angaben zufolge in enger Konsultation mit den Innenministerien in Österreich, Dänemark, Schweden und Norwegen. Frankreich begründet seine Kontrollen nach mehreren Anschlägen dagegen schon bisher mit der Terrorgefahr. Die EU-Kommission und die anderen Mitgliedsstaaten seien bereits informiert worden. "Daran arbeiten wir, alle Mitgliedstaaten, die EU-Kommission und der EU-Rat mit Hochdruck".

Eine vollständige Rückkehr zu einem Schengenraum ohne Kontrollen an den Binnengrenzen sei erst möglich, wenn die Gesamtlage dies zulasse. "Aber es liegt noch ein längerer Weg vor uns, den wir zu Ende gehen müssen".


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