Strafverfahren gegen Ex-FIFA-Generalsekretär Valcke

Die Schweizer Bundesanwaltschaft eröffnet ein Strafverfahren gegen Paris St. Germains Präsidenten Nasser Al-Khelaifi und den früheren Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke. Es geht um Bestechung in großem Stil. Valcke soll bei der Vergabe der Medienrechte für die kommenden vier Weltmeisterschaften kassiert, laut Anklage also "nicht gebührende Vorteile" angenommen haben - von Al-Khelaifi für die Turniere 2026 und 2030. Zusätzlich soll Valcke im Zuge der Vergabe für die Turniere 2018 in Russland und 2022 in Katar von einem nicht genannten Geschäftsmann bestochen worden sein.

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien wurden zudem zeitgleich an verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen durchgeführt. Laut der Nachrichtenagentur AFP gehörten auch die Büroräume der beIn-Tochter beIn-Sports in Paris dazu.

Im Rahmen des im März 2017 eröffneten Verfahrens wurde Jérôme Valcke am 12. Oktober 2017 als Beschuldigter von Vertretern der BA in der Schweiz einvernommen.

Keine Person befindet sich in Untersuchungshaft. Der 43-Jährige sonnte sich zuletzt in den Erfolgen des französischen Spitzenklubs, der im Sommer 222 Millionen Euro für Brasiliens Superstar Neymar ausgegeben hat und bald 180 Millionen Euro für Kylian Mbappe überweisen wird. 1 in Verbindung mit dem alten Art. 23 des Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG), des Betrugs (Art. 146 des Strafgesetzbuches der Schweiz StGB), der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 Abs.

Der Verdacht liegt nahe, dass Valcke nicht nur mit Bietern aus der Karibik gemauschelt hat. Das Unternehmen hält zahlreiche Sportrechte, die mehrere Milliarden gekostet haben.

Im Zusammenhang mit dem "Fussball-Untersuchungskomplex" sind laut BA bisher 180 Verdachtsmeldungen der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) eingegangen. Die BA führt im Fussball-Untersuchungskomplex rund 25 Strafverfahren und analysiert eine Datenmenge von rund 19 Terabytes an sichergestellten Unterlagen.


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