Verhandlungen von Air Berlin mit Lufthansa und Easyjet sollen enden

Die Bieterfrist für die ebenfalls zum Verkauf stehende Techniksparte von Air Berlin war zuletzt bis etwa zum 20. Oktober verlängert worden. Ausserdem wolle der deutsche Marktführer bis zu 3000 Mitarbeiter übernehmen. Deren Chef rechnet zwar insgesamt mit sinkenden Ticket-Preisen - das müsse aber nicht für alle Strecken gelten.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr schließt Preiserhöhungen auf einzelnen Strecken nach einer Teil-Übernahme nicht grundsätzöich aus. In der Luftfahrtbranche seien die Preise in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken und das mitunter so stark, "dass Airlines nicht mehr überleben konnten", hob Spohr im "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe) hervor. "Dieser Trend wird sich nicht umkehren".

Lufthansa habe für die nicht insolventen Air-Berlin-Töchter Niki und LGW sowie 13 zusätzliche Jets geboten. Spohr zeigte sich in der "Rheinischen Post" überzeugt, dass die Lufthansa große Teile von Air Berlin übernehmen könne. Mit beiden Interessenten hat Air Berlin bislang exklusiv verhandelt - das könnte sich aber vereinbarungsgemäß ab dem 12. Oktober ändern, sollte dann doch noch keine Einigung erzielt worden sein. "Denn nach allem, was bekannt ist, wollte keiner der anderen Mitbieter auch nur ansatzweise in dieser Dimension investieren". Aus Lufthansa-Kreisen hieß es dazu, es sei schwer zu schätzen, um wie viele Passagiere es dabei gehe.


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