Keine Elektroauto-Quote geplant — EU stellt klar

Die Kommission wolle nach Informationen der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" die Automobilhersteller dazu verpflichten, dass mindestens 15 Prozent aller Neuwagen in Europa im Jahr 2030 mit einem Elektromotor oder anderen emissionsfreien Motoren ausgestattet seien.

Wurde im August die in Medienberichten verbreitete angebliche Einführung einer Elektroauto-Quote durch die EU-Kommission noch dementiert, scheint es jetzt laut der "FAZ" so weit zu sein. Die Europäische Kommission soll in Kürze Vorschläge für eine entsprechende Maßnahme vorlegen wollen. In China soll die E-Auto-Quote dagegen schon ab 2019 greifen, dafür aber zunächst nur für zehn, später zwölf Prozent der Neuwagen gelten.

Mit der Quote für Stromer und anderen emissionsfreie Fahrzeuge wolle sie ein klares Signal an den Markt senden, begründet die Kommission ihren Vorstoß nach dem Bericht der "FAZ".

Momentan gilt für die Autohersteller die Vorgabe, den CO2-Ausstoß bis 2021 im Durchschnitt auf 95 Gramm je Kilometer zu senken. Sie soll nicht handelbar sein.

Im Rahmen eines sogenannten Batteriegipfels am Mittwoch haben sich EU-Kommissar Maros Sefcovic und Vertreter mehrerer EU-Länder, darunter Deutschland, darauf geeinigt, eine Strategie für die Verbreitung von Elektroautos und das Ankurbeln der Akku-Entwicklung auszuarbeiten, wie das Manager-Magazin berichtet. Vor diesem Hintergrund werde es keine Quote geben.

Die Elektroquote solle für jeden einzelnen Hersteller gelten und keinen Handel von Emissionsrechten zulassen.

Bis 2025 rechnet Sefcovic mit Verweis auf entsprechende Studien mit einem Anteil von 25 Prozent Elektrofahrzeugen.


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