Schon 23 Tote bei Bränden in Kalifornien

Die Feuerwehrleute im Weinanbaugebiet Kalifornien wissen schon, dass Brände im Oktober am häufigsten auftreten. Am Mittwoch ordnete die Polizei weitere Evakuierungen an. 25'000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, etwa 5000 von ihnen kamen in Notunterkünften unter. Auch die Zahl der Todesopfer drohe weiter zu steigen. Nach Schätzungen sind mehr als 3500 Häuser zerstört worden. Die lokale Regierung sprach von einem der größten Feuer in der Geschichte Kaliforniens. US-Präsident Donald Trump erklärte den Katastrophenfall, um Bundesmittel für die betroffene Region freizugeben.

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpfen im Westen des Bundesstaates gegen mehrere große Buschbrände, die bereits mehr als 190.000 Hektar Land heimgesucht haben. Viele Gebiete sind ohne Strom und Telefonnetz, was das Auffinden von Angehörigen schwierig macht. Unter den Opfern ist eine 27-jährige Frau, die im Rollstuhl saß. Ihr Haus in Santa Rosa war in dem Inferno in der Nacht zum Montag abgebrannt.

Die Brände hatten sich bei starken Winden rasch ausgebreitet. Kalifornien leide immer noch an den Folgen einer fünfjährigen Dürre, sagte Feuerwehrchef Ken Pimlott am Mittwoch. Die Flammen würden sich schnell durch die trockene Vegetation fressen.

Die kalifornische Nationalgarde entsandte 700 Soldaten zur Unterstützung der Einsatzkräfte, bis Donnerstag (Ortszeit) sollten 1800 weitere eintreffen. In vielen Regionen warnten die Behörden vor einer gesundheitsschädlichen Luftbelastung für anfällige Menschen. Möglicherweise seien einige Brände in dem Windsturm am Wochenende durch umgestürzte Stromleitungen ausgelöst worden, hieß es.


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