Vagina-Schock: Fleischfressende Bakterien kosten junge Mutter ihre Arme und Beine

Halifax - Was für ein trauriges Schicksal!

Dort diagnostizierten die Mediziner eine Verstopfung bei der jungen Mutter und schickten sie wieder heim, berichtet der kanadische Nachrichtensender "CTV News". Medienberichten zufolge waren die Erreger offenbar bei der Geburt ihres Sohnes durch eine kleine Wunde in den Körper eingedrungen.

Damit sollte die Familie vorerst gut für Lindsey sorgen können.

Zwei Tage nach der Geburt ihres Kindes war Lindsey H. aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die neue Diagnose: Multiorganversagen und eine Blutvergiftung, ausgelöst durch eine A-Streptokokken-Infektion, die sich Lindsey im Krankenhaus zugezogen hatte. Doch schon einen Tag später begab sie sich wegen starker Unterleibsschmerzen erneut in die Klinik. Einen Tag später wurden die Schmerzen so schlimm, dass die junge Mutter wieder ins Krankenhaus ging.

Dieses mal erkannten die Ärzte, wodurch die Beschwerden der Patientin verursacht wurden. Die Geburt verläuft laut "Washington Post" augenscheinlich normal. Diagnose: Nekrotisierende Fasziitis. Die frischgebackene Mutter wurde von fleischfressenden Bakterien angefallen.

"Sie wird manchmal als "fleischfressende Krankheit" bezeichnet, obwohl die Bakterien, die sie verursachen, Fleisch nicht "essen" - sie setzen Giftstoffe frei, die das in der Nähe befindliche Gewebe beschädigen", schreiben die Experten.

Die Kanadier Lindsey und Mike sind im März Eltern eines kleinen Sohnes geworden. Lindsey mussten beide Unterarme und beide Unterschenkel amputiert werden - nur so konnte ihr Leben gerettet werden. Ganze sieben Monate lang musste sie im Krankenhaus bleiben und konnte ihr Söhnchen nicht in den Armen halten. Heute sitzt sie im Rollstuhl.

Lindsey Hubley hat die Klinik inzwischen verklagt. Ihr Anwalt erklärte die Beweggründe: "Unser Vorwurf ist, dass ein Großteil, wenn nicht der komplette Schaden hätte abgewendet werden können, wenn sie ordentlich betreut worden wäre". Er reicht beim Obersten Gerichtshof von Nova Scotia eine Schadensersatzforderung ein - wegen der Nachlässigkeit von fünf Ärzten, die dramatische Folgen für die Gesundheit seiner Mandantin gehabt habe. Ihr stehen nun aber noch weitere Eingriffe bevor - unter anderem eine Nierentransplantation.

"Sie hatte großes Glück, überlebt zu haben", so Wagner.


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