Ex-Spitzenturnerin berichtet über sexuellen Missbrauch

Hunderttausende Frauen posten seit Bekanntwerden des Missbrauchsskandals um den Filmmogul Harry Weinstein unter dem Hashtag #MeToo ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung.

Mit McKayla Maroney ist auch eine Sportlerin darunter. Wie sie als Kleinkind auf allen vieren herumkrabbelte, weil sie Tarzan sein wollte und so den Weg zum Turnen fand.

McKayla Maroney ist mit Gold und Silber bei Olympia 2012 und WM-Medaillen eine der höchst dekorierten US-Turnerinnen der jüngsten Geschichte. Ihr "McKayla is not impressed"-Tweet gemeinsam mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barak Obama war 2012 ein weltweiter Social-Media-Hit".

"Es begann, als ich 13 Jahre alt war, in einem meiner ersten Trainingscamps und dauerte, bis ich aufgehört habe". "Und es endete erst", so Maroney, "als ich den Sport verlassen habe", im Jahr 2016.

Doch jetzt schockt Maroney im Rahmen der #MeeToo-Kampagne mit einer aufsehenerregenden Anklage. Aber Nassar sah sich bereits im Januar mit schweren Anschuldigungen konfrontiert: Über ein Dutzend Ex-Athletinnen reichten Klage ein.

Sie schildert auch konkrete Fälle: So soll Nassar der damals 15-Jährigen vor der WM 2011 einen Schlaftablette für den Langstreckenflug nach Japan verabreicht haben. "War dann, dass ich mit ihm alleine im Hotelzimmer war und eine 'Behandlung' erhielt".

Während der gesamten Zeit im US-Turn-Team habe sich der Arzt an ihr vergangen, äußert Maroney. "Ich dachte in dieser Nacht, ich sterbe". Zudem kündigte die USAG an, dass durch Enthüllungen - wie die durch Maroney - die eigene "Politik gegen sexuellen Missbrauch gestärkt" werde.


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