Traurige Bilanz: Jeden Tag 15.000 tote Kleinkinder

Jeden Tag sterben auf der Welt rund 15.000 Kinder unter fünf Jahren. Das geht aus einem Bericht des Kinderhilfswerks Unicef, der WHO und der Weltbank hervor. Zugleich stieg aber der Anteil der Neugeborenen an den gestorbenen Kindern von 41 auf 46 Prozent. Das sind täglich 7.000 tote Babys.

Insgesamt starben laut dem Report im vergangenen Jahr 5,6 Millionen Jungen und Mädchen. Schätzungen zufolge überlebte in der afrikanischen Region südlich der Sahara jedes 36. Kind seinen ersten Lebensmonat nicht. Zum Vergleich: In Industrienationen mit hohem Einkommen war es eins von 333 Kindern. "Es ist skrupellos, dass Schwangerschaft und Geburt 2017 noch lebensbedrohliche Umstände für Frauen sein können", sagte Tim Evans von der Weltbank.

Fast die Hälfte von ihnen war keine vier Wochen alt. Damals kamen noch 9,9 Millionen Kinder ums Leben. Nötig seien ausreichend Impfstoffe, günstige Medikamente und Wasser sowie Zugang zu sanitären Einrichtungen. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt und künftig immer weniger Kinder sterben - vor allem an unnötigen Ursachen. "Wir haben das Wissen und die Möglichkeiten, wir müssen sie nur dort hinbringen, wo sie am meisten benötigt werden", sagte Stefan Swartling Peterson, Unicef-Gesundheitsdirektor. Sondern solche, die eigentlich zu kurieren wären: Haupttodesursachen sind Lungenentzündungen (16 Prozent) und Durchfall (8 Prozent). Ein Drittel der Todesfälle bei Neugeborenen geschieht, weil sie zu früh auf die Welt kommen oder es Komplikationen bei der Geburt gibt.


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