"Gutes Gefühl" nach Jamaika-Gesprächen

Der Grünen-Vorsitzende Özdemir sagte vor dem Treffen, es gehe darum, zu schauen, ob es eine tragfähige Grundlage dafür gebe. Das Treffen der Union und insbesondere der CSU mit den Grünen war als besonders schwierig angesehen worden. Am Nachmittag sprechen die christdemokratische CDU und die bayerische Schwesterpartei CSU mit einer Grünen-Delegation.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber, der eher moderierend argumentierte, sprach am Abend von zwei guten Gesprächen mit Grünen und FDP. Dabei dürften sie ausloten, in welchen Punkten Gemeinsamkeiten bestehen, die möglicherweise zusammen in die Gespräche mit der Union eingebracht werden könnten. Dies müsse jetzt überwunden werden. Am Donnerstag (13.00 Uhr) treffen sich die beiden kleineren potenziellen Jamaika-Partner zu einem ersten Meinungsaustausch. Morgen kommen FDP und Grüne zusammen, bevor dann am Freitag die erste Sondierung in großer Runde stattfindet, also mit allen vier Parteien. Allerdings bestehen auch zwischen FDP und Grünen zum Teil erhebliche Differenzen, etwa bei der Energie- und Klimapolitik. Zwischen Berlin und Jamaika lägen etwa 8.500 Kilometer - und man sei "die ersten Schritte auf diesem Weg gut gelaufen", sagte FDP-Generalin Nicola Beer und hob die "sachliche, lösungsorientierte Atmosphäre" hervor. Er hoffe, dass noch vor Weihnachten ein Koalitionsvertrag stehe. Zu den zahlreichen roten Linien, die die Gesprächspartner vorher gezogen hatten, sagte er, er habe in der Politik schon viele rote Linien erlebt, die dann eingerollt würden, wenn es konkret werde. Man werde große Konzentration und Anstrengung brauchen, um gute Ergebnisse zu erzielen, sagte Seehofer.

Vor Beginn der Gespräche dreieinhalb Wochen nach der deutschen Bundestagswahl sagte der bayerische CSU-Chef Horst Seehofer, zunächst gehe es um Standortbestimmungen der einzelne Parteien sowie um deren vorrangige Projekte.


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