Kretschmer muss Chaostage in der sächsischen CDU beenden

Für die Partei gehe es um die inhaltliche Ausgestaltung der künftigen Koalitionsarbeit, so SPD-Landeschef und Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (43). Zunächst müsse mit der CDU geklärt werden, "wie wir Probleme lösen können und wie wir zu einem neuen politischen Stil in Sachsen kommen", sagte Dulig am Freitag im Deutschlandfunk. Für seine Wahl zum Ministerpräsidenten im Dezember im Sächsischen Landtag ist Kretschmer auf die Stimmen des Koalitionspartners SPD angewiesen. Er wünsche sich eine klare Haltung der Christdemokraten in Sachsen für Mitmenschlichkeit und Anstand, sagte der SPD-Landesvorsitzende.

In den vergangenen Jahren sei zu beobachten gewesen, welches Bild Sachsen auch durch fremdenfeindliche Übergriffe abgegeben habe.

Nun müssen Sachsens Sozialdemokraten eine gemeinsame Linie zu Tillichs Wunschnachfolger Kretschmer finden. Der erfahrene Politiker, so der Plan, sollte die durch das Wahldebakel gerupfte Sachsen-CDU bis zur Landtagswahl 2019 stabilisieren und so die Regierungsmehrheit sichern. Es sei auch mehr Eigenverantwortung der Bürger gefragt.

Dresden/Berlin - Was geschah wirklich hinter den Kulissen rund um den Rückzug von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU)? Am Donnerstag kündigte er einen konservativen Regierungskurs mit "deutschen Werten" und "starkem Rechtsstaat" an.

Kretschmer erhielt inzwischen Rückendeckung vom CDU-Landesvorstand und der Landtagsfraktion.


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