Niedersachsens Kultusministerin zieht sich zurück

Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) will ihr Amt in einer nächsten Landesregierung nicht weiterführen.

Sie hinterlasse ein "bestelltes Feld", sagte die SPD-Politikerin. Und zwar unabhängig davon, welche Parteien nach der Landtagswahl vom vergangenen Sonntag künftig in Hannover regieren.

Heiligenstadt hatte in ihrer Amtszeit mit einer Reihe von Problemen zu tun, für die sie teils persönlich verantwortlich gemacht wurde. Zahlreiche Lehrer waren Anfang August so kurzfristig an andere Schulen abgeordnet worden, dass es von allen Seiten Empörung und Kritik gehagelt hatte. In dieser Woche hatte sie nun aber Ministerpräsident Stephan Weil mitgeteilt, dass sie ihr Ministeramt nur noch bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode ausüben und dann an einen Nachfolger übergeben werde.

Regierungschef Weil selbst lobte Heiligenstadt erwartungsgemäß für ihre geleistete Arbeit: "Der qualitative und quantitative Ausbau des Ganztagsschulangebots, zusätzliches Personal und Tausende weitere Plätze im Bereich der Krippen und Kitas sowie der Wechsel zurück zu G9 werden immer mit ihrem Namen verbunden sein". "Das hat keine Rolle gespielt", erklärte Heiligenstadt. Sie konnte ihr Direktmandat im Landkreis Northeim mit großem Vorsprung verteidigen. Nach 47,3 Prozent der Erststimmen bei der Landtagswahl 2013 kam die SPD-Politikerin auf 47,0 Prozent.


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