Über 30 Sicherheitskräfte bei Kämpfen in Touristen-Oase getötet

Unter den Opfern seien auch zwei hohe Polizeioffiziere, verlautete am Samstag aus ägyptischen Sicherheitskreisen.

Laut einem Insider-Bericht hatten Aufständische am Freitag aus einem Hinterhalt mit Panzerbüchsen und Sprengsätzen auf einen Konvoi der Sicherheitskräfte geschossen.

Zunächst bekannt sich niemand zu dem Anschlag, der Sicherheitskräfte in der Wüstensiedlung Bahariya, 370 Kilometer südwestlich von Kairo, stattgefunden haben soll.

Die Sicherheitskräfte wurden nach Angaben des Ministeriums angegriffen, als sie ein Versteck mutmaßlicher Extremisten durchsuchen wollten. In ihrem Bekennerschreiben sprach die Gruppe auch von mehreren Dutzend Verletzten. Die Regierung in Kairo wirft Hasm vor, der bewaffnete Arm der islamistischen Muslimbruderschaft zu sein, die seit 2013 verboten ist. Die Oase Bahariya liegt im ägyptischen Teil der Libyschen Wüste und ist auch ein Anziehungspunkt für Touristen. Gefährlich ist die Lage in der Wüstenregion allerdings schon seit langem.

Die Zahl der bei einer Anti-Terror-Razzia in Ägypten getöteten Polizisten ist auf mindestens 30 gestiegen.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 durch das Militär haben extremistische Gruppierungen in Ägypten ihre Angriffe auf Soldaten und Polizisten verstärkt. Dort ist ein Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Mehrere hundert Sicherheitskräfte wurden seither getötet. Menschenrechtler beklagen, unter der Herrschaft von al-Sissi seien sie schwersten Verfolgungen ausgesetzt.


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