Boll und Ovtcharov erreichen Halbfinale

Dimtirij Ovtcharov hat beim Tischtennis-Weltcup in Lüttich das deutsche Finale gegen Rekord-Europameister Timo Boll gewonnen und sich zum ersten Mal den Sieg gesichert.

Lüttich scheint für Boll, der im Achtelfinale den Brasilianer Gustavo Tsuboi mit 4:0 ausgeschaltet hatte, für Duelle mit Chinesen ein gutes Pflaster: Vor seinem nunmehr ersten Erfolg gegen einen Spieler aus der ersten Garde der Weltmeister-Nation nach mehreren Jahren hatte der Linkshänder 2005 in der belgischen Industriestadt ab dem Viertelfinale Chinas drei Spitzenspieler nacheinander besiegt.

Im Halbfinale hatte sich Boll überraschend nach 1:3-Satzrückstand noch 4:3 (6:11, 9:11, 11:9, 9:11, 11:7, 11:5, 12:10) gegen den Weltmeister und Olympiasieger Ma Long (China) durchgesetzt. "Er hätte den Sieg ebenso verdient gehabt wie ich", sagte Ovtcharov. Diese Halle ist mein Wohnzimmer. Auch bei den China Open im Juni und beim Champions-League-Finale zwischen Fakel Orenburg und Borussia Düsseldorf siegte Ovtcharov - jeweils knapp mit 4:3 Sätzen. Für seine beiden Siege gegen den Russen Alexander Schibajew und den Franzosen Simon Gauzy benötigte der 29-Jährige jeweils die volle Distanz von sieben Sätzen. "Das ist verrückt. Ich hatte das Gefühl, auf einer Welle zu reiten in diesem Spiel", sagte Boll.

Nach den Olympischen Spielen und der WM ist der World Cup für einen Tischtennis-Profi der wichtigste Wettbewerb.


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