Wurde Pablo Neruda vergiftet?

Sie hat nach Aussage des spanischen Forensikers Aurelio Luna einen Giftstoff in Nerudas sterblichen Überresten gefunden.

Demnach starb Neruda möglicherweise an einer Vergiftung und nicht an Krebs. Die Forensiker schlossen in ihrem Abschlussbericht aus, dass Neruda an den Folgen seines Krebsleidens gestorben sein könnte. Die offizielle, von der Junta herausgegebene Sterbeurkunde gab Prostatakrebs als Todesursache an. "Es ist aber zu 100 Prozent klar, dass die Sterbeurkunde nicht die Realität widerspiegelt", so Luna.

Neruda war am 23. September 1973 in einem Krankenhaus in Santiago de Chile gestorben, nur wenige Tage nach dem Staatsstreich gegen den mit ihm befreundeten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende.

Das 16-köpfige Gremium von Fachleuten aus Kanada, Chile, Spanien, Dänemark und den USA konnte jedoch zunächst keine weiteren Erkenntnisse über die wahre Todesursache gewinnen - was erneut die Frage aufwirft, ob der Dichter und Gegner des Militärmachthabers Augusto Pinochet 1973 womöglich ermordet wurde.

Seine Beisetzung wurde zur ersten großen Protestaktion gegen Pinochets Militärherrschaft. Pablo Neruda war ein sprachgewaltiger Poet und ein strammer Kommunist. 1971 war er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden.


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