Eilmeldung beim "Tatort" ARD nimmt Entschuldigung wegen Info zu Texas-Massaker zurück

Während Maria Furtwängler im ARD-"Tatort" ermittelt, platzt eine Meldung über ein echtes Verbrechen mitten in den TV-Krimi: Bei einem Massaker in einer Kirche im texanischen Sutherland Springs bringt ein Mann am Sonntag über 20 Menschen um. Außerdem würden jeden Tag viele Menschen durch den Gebrauch von Schusswaffen sterben. Die Regie des Senders blendete ein blaues Laufband über den Bildschirm ein mit Informationen zu den Geschehnissen in den USA. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde es wiederholt.

Was fällt der Realität auch ein, die Zuschauer am Sonntagabend einzuholen.?

Das Ereignis sei nicht bedeutend genug, um eine solche Maßnahme zu rechtfertigen.

Die ARD verwies in den Kommentaren anschließend mehrfach auf die Wiederholungen des "Tatort", in denen störungsfrei geschaut werden könne, hin.

Auf den Social-Media-Kanälen hagelte es Kritik.

Diese Entschuldigung wurde am Montagvormittag dann aber wieder zurückgezogen.

Jetzt ruderte die ARD wieder zurück: Die zuständige Kollegin sei den aufgebrachten Zuschauern "zu sehr entgegengekommen", sagte Sabine Knott von der ARD-Programmdirektion in München: "So weit gehen wir eigentlich nicht, dass wir uns entschuldigen".

Die Entscheidung, die Eilmeldung zum Attentat in Texas während des "Tatorts" einzublenden, habe der zweite Chefredakteur Marcus Bornheim getroffen, teilte der NDR am Montag auf Anfrage mit. Viele Tatort-Zuschauer waren offenbar sauer, unter anderem weil bei der Einblendung das Bild etwas verkleinert war. "Es gibt einfach viele, die sehr aufgebracht reagieren, wenn es beim 'Tatort' Abweichungen vom gewohnten Ablauf gibt", so Knott.

Die Diskussion über die Eilmeldung wurde auch bei Twitter geführt.


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