Strafbefehl gegen Sparkassen-Chef Fahrenschon wegen Steuerhinterziehung

Er habe den Strafbefehl daher nicht akzeptiert und bitte "das zuständige Gericht um eine vollständige und gerechte Bewertung des Sachverhalts".

Die Staatsanwaltschaft München hat laut Medienbericht einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung gegen Georg Fahrenschon erlassen. "Gegen diesen Strafbefehl hat der Beschuldigte bzw. sein Verteidiger Einspruch eingelegt, weshalb das Amtsgericht München Termin zu Hauptverhandlung bestimmt hat", teilte die Behörde mit.

Es wird also wohl zu einer Gerichtsverhandlung kommen - eine unschöne Situation für den obersten deutschen Sparkassenchef und früheren CSU-Politiker, der bis 2011 bayerischer Finanzminister war. Fahrenschon räumte am Dienstag ein, seine Umsatz- und Einkommensteuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 verspätet im Jahr 2016 abgegeben zu haben. "Dies gilt besonders vor dem Hintergrund, dass mir meine Vorbildrolle absolut bewusst ist", sagte er.

"Die verspätete und schrittweise Abgabe ist ein kritikwürdiger Fehler, den ich sehr bedaure, aber keine Straftat", so Fahrenschon. Seine Kandidatur wolle er wegen des Steuerstrafverfahrens nicht zurückziehen, berichtet die "Bild am Sonntag" mit Berufung auf Quellen aus seinem Umfeld. Er habe aber inzwischen alle Steuern und Säumniszuschläge gezahlt. Der 49-Jährige führt den Bundesverband seit Mai 2012. Wer für die Erklärung einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein in Anspruch nimmt, hat ein Jahr Zeit, in begründeten Ausnahmefällen sogar bis zum 28. Februar des übernächsten Jahres.

Gegen Georg Fahrenschon liegt ein Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung vor.


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