US-Luftwaffe hielt Akte von Attentäter zurück

Sutherland Springs (dpa) - Nach dem Massaker in einer Kirche im US-Bundesstaat Texas mit 26 Toten herrscht in den USA Entsetzen und Fassungslosigkeit.

Wie das US-Militär mitteilte, diente der 26-Jährige für einige Jahre in der Luftwaffe. Zwei Jahre später sei er aus der Luftwaffe entlassen worden.

Wegen seiner Verurteilung in einem Fall von häuslicher Gewalt sei es Kelley gesetzlich verboten gewesen, "Schusswaffen zu kaufen oder zu besitzen", sagte Luftwaffen-Sprecherin Ann Stefanek. Kelley erwarb allerdings in den vergangenen Jahren mehrere Waffen.

Bei dem Angriff auf die Baptistenkirche waren mindestens 26 Menschen getötet und weitere 30 verletzt worden. 20 weitere wurden verletzt. Mit dem Gewehr verübte er die Tat. Kelley hatte 2014 erneut geheiratet. Die Frau besuchte die Kirche demnach in der Vergangenheit.

Nach Darstellung der Sicherheitsbehörden wurde der Täter gegen 11.20 Uhr (Ortszeit) zunächst an einer Tankstelle der Ortschaft gesehen. Er überquerte dann die Straße zur Kirche und begann noch außerhalb, mit einem Gewehr zu schießen. Im Gebäude feuerte er weiter um sich. Als er flüchtete, nahm der Nachbar gemeinsam mit einem weiteren Mann die Verfolgungsjagd auf. Er kam kurz darauf mit seinem Wagen von der Straße ab. Noch während der Fahrt rief der Täter seinen Vater an und sagte ihm, dass er wohl nicht überleben werde. Polizisten fanden ihn später tot in seinem Wagen. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass er sich selbst erschoss. Nach Darstellung des der Gouverneurs handelt es sich um die schlimmste Tat eines einzelnen Schützen in der Geschichte des Bundesstaates Texas. Zehn davon befanden sich am Montag in kritischem Zustand.

Das jüngste Opfer war den Ermittlern zufolge erst 18 Monate alt. Unklar war am frühen Montagmorgen (Ortszeit), wie er ums Leben kam: "Wir wissen nicht, ob es eine selbst herbeigeführte Schusswunde war oder ob er von unserem Einwohner angeschossen wurde (.)", zitierte NBC News Freeman Martin vom texanischen Ministeriumn für Öffentliche Sicherheit.

Devin Patrick Kelley soll während des Gottesdienstes in einer Kirche in Sutherland Springs das Feuer auf Gläubige eröffnet haben.

Der kleine Ort liegt rund 50 Kilometer südöstlich von San Antonio und hat nur mehrere hundert Einwohner.


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