Wiener Linien erhöhen Preise, auch Besitzer von Jahreskarten betroffen

Allein in diesem Jahr investierten die Wiener Linien rund 413 Millionen Euro in die weitere Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. "Wer ein wenig über den Tellerrand schaut, sieht sofort, wie günstig Wien im europäischen Vergleich ist: Im Durchschnitt kostet eine Jahreskarte in europäischen Städten rund 780 Euro, in Wien mit 365 weniger als die Hälfte", sagt Erich Valentin (SPÖ), Vorsitzender im Ausschuss für Umwelt und Wiener Stadtwerke. Jänner ein 2-Fahrten Fahrschein und ein Einzelfahrschein für Senioren.Senioren zahlen mehrBesonders hart trifft die Preissteigerung die Senioren der Stadt. Bei Einmalzahlung kostet die Karte ab Jänner 235 Euro - bisher 224 Euro. Die aufgrund der hohen Investitionen und laufenden Betriebskosten nötig gewordenen Preisanpassungen ab 1. Unberührt bleiben auch das Top-Jugendticket und Jugendticket für SchülerInnen und Lehrlinge sowie der Preis für die Semestertickets für Studierende beim Online-Kauf, betont Valentin. Jänner 2018 im Schnitt um 3,7 Prozent teurer werden - mehr dazu in wien.ORF.at, haben die Holding Graz Linien vor zwei Jahren den Preis ihrer Jahreskarten - damals 399 Euro - stark vergünstigt: Aktuell kostet das Jahresticket 247 Euro. Verkehrssprecher Toni Mahdalik (FPÖ) meinte in einer Aussendung, dass die "Öffi"-Benutzer in Wien "für das rot-grüne Mindestsicherungsdebakel mit einem Mehrbedarf von 30,5 Mio. und Gesamtkosten von horrenden 693 Mio". Eine Wochenkarte schlägt ab kommendem Jahr mit 17,10 Euro (bisher 16,20) zu Buche, die Monatskarte mit 51 Euro (bisher 48,20).

Die 2012 eingeführte Jahreskarte um 365 Euro wird nicht angetastet. Und so steigen die Preise für die Tickets munter an.

Der SeniorInnentarif der Jahreskarte wurde letztmals 2007 angehoben.

Der reguläre Einzelfahrschein wird sich beispielsweise um 20 Cent auf 2,40 Euro erhöhen, die ermäßigte Variante um 10 Cent auf 1,20 Euro.

Schwarzfahren: 105 Euro ab 1. Neu hinzu kommt hingegen ein Zwei-Fahrten-Schein, der mit 4,80 Euro zum Preis von zwei Einzelfahrscheinen zu haben ist. Mit der Einstellung des Fahrscheinverkaufs bei den BuslenkerInnen kommen die Wiener Linien auch einer Empfehlung des Stadtrechnungshofs nach. Zusätzlich ist der Verkauf im Bus mit hohen Vertriebskosten verbunden und sorgt für Verzögerungen im Fahrbetrieb. Die bisher letzte Preiserhöhung bei den Wiener Linien gab es vor vier Jahren. "Die Wiener Linien greifen in die Geldbörsel der älteren Menschen". Bisher musste binnen drei Tagen bezahlt werden, sonst erhöhte sich der Betrag automatisch auf 134 Euro.

Die Eigenerlöse der Wiener Linien beliefen sich zuletzt auf rund 500 Mio.

Mehr Effizienz bringt besseres Angebot für Fahrgäste Die Wiener Linien setzten in den vergangenen Jahren zahlreiche Effizienzmaßnahmen in der Verwaltung, in den Werkstätten, im Bau- und Anlagenmanagement und im betrieblichen Bereich um. „Die uns zur Verfügung stehenden Mittel werden so effizient wie nur möglich eingesetzt“, so Reinagl. Insgesamt konnten seit 2001 durchschnittlich rund 35 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.


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