Wissenschaftler warnt vor politischem Islam in Deutschland

"Die Ziele des politischen Islams in Deutschland sind niemals die Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft", so der Politologe.

Das Ziel des politischen Islams sei nicht die Integration der Muslime, sagte Abdel-Samad nach Angaben von „N24“ weiter. Dieser verstecke sich hinter den Kirchen und nutze Grauzonen im Grundgesetz aus - manchmal mithilfe der Kirchen -, um seine Infra- und Machtstrukturen auszubauen.

Nach dem Ausbluten der evangelischen und katholischen Kirche gefragt, die 2016 in Deutschland 150.000 sowie 162.000 Austritte zu verzeichnen hatten, erklärte der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: "Wir sind nicht kurz vor dem Aussterben". Darüber diskutierten am Montagabend Hamed Abdel-Samad, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, Kardinal Gerhard Ludwig Müller sowie Michael Wolffsohn im Rahmen der Reihe Menschen in Europa der Verlagsgruppe Passau. Nach wie vor würden auch Fehler im Umgang mit anderen Vertretern gemacht. So sei beispielsweise zur Gedenkfeier für die Opfer des Terroranschlags in Berlin ein Imam eingeladen worden, der in einer vom Verfassungsschutz beobachteten Moschee predige, kritisierte der ägyptisch-deutsche Politikwissenschaftler. "Indem man solche Leute hoffähig macht, macht man sich als Kirche mitschuldig". Oder müssen sie nicht gerade aus dem Glauben heraus politisch sein?

Von muslimischen Migranten in Deutschland erwartet Abdel-Samad, "dass sie die Werte respektieren und die Sprache lernen und dass sie bereit sind, sich damit zu identifizieren". Zugleich sollte die Regierung muslimische Migranten nicht in Moscheen und zu ihren Verbänden schicken, um integriert zu werden. "Das ist genau der falsche Weg".


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