Demokraten siegen in New Jersey und Virginia

Siege in zwei Bundesstaaten und New York dürften Trump zu denken geben.

In der US-Ostküstenmetropole New York und den Bundesstaaten New Jersey und Virginia wird am Dienstag gewählt.

Der demokratische Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, hat sich eine zweite Amtszeit gesichert.

Nach Auszählung der Stimmen aus 83 Prozent der Wahlbezirke kam Northam auf 53,15 Prozent der Stimmen.

In Virginia gewann der Demokrat Ralph Northam (knapp 54 Prozent) die Wahl zum Gouverneur gegen den Republikaner Ed Gillespie (etwa 45 Prozent). Vorab war ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorausgesagt worden. Und er stellte Gillespie als Trumpisten dar, um die gemäßigten Republikaner zu ködern. Von Südkorea aus kommentierte er den Wahlausgang mit den Worten: Ed Gillespie habe viel getan, aber leider nicht ihn und "das, wofür ich stehe", verkörpert und vertreten. Dank der guten Wirtschaftszahlen "werden wir weiter gewinnen, sogar mehr als zuvor".

Im Bundesstaat New Jersey gewann erwartungsgemäß mit Phil Murphy ebenfalls ein Demokrat. Der frühere Investmentbanker löst den unpopulären republikanischen Gouverneur Chris Christie ab, der Trump nahestand.

Die republikanische Kandidatin Kim Guardagno, Christies Vize-Gouverneurin, war im Wahlkampf ganz nach Trumps Vorbild ebenfalls nach rechts gerückt.

In New Jersey war der Sieg von Murphy erwartet worden. Die Republikaner wollen ihre Mehrheiten in beiden Kongresskammern behalten. "Der Erfolg von heute Abend ist erst der Anfang", beschwor Perez ein Wiedererstarken der Demokraten. Bei einem Referendum in dem Ostküstenstaat sprach sich eine Mehrheit für eine Ausweitung des staatlichen Programms für Krankenversicherungen für Einkommensschwache aus und unterstützte damit die Gesundheitsreform von Trumps demokratischem Amtsvorgänger Barack Obama. Und in New York City bleibt Bill de Blasio Bürgermeister. Nach Auszählung der Stimmen aus 68 Prozent der Wahllokale bekam er 64 Prozent der Stimmen, wie US-Medien berichteten. Der 56-Jährige hat nun vier weitere Jahre Gelegenheit, die Stadt nach seinen progressiven Vorstellungen zu formen. Sein republikanischer Rivale, der sich im Wahlkampfendspurt in Inhalten und Ton mehr und mehr an den US-Präsidenten angelehnt hatte, errang demnach 46,99 Prozent der Stimmen.

Auch de Blasio wertete seinen Sieg als Signal für das ganze Land. Entsprechend enttäuscht reagierte der Chef im Weißen Haus auf die Niederlage. Die Abstimmungen galten als Stimmungstest für US-Präsident Donald Trump.

Die Abstimmungen in den zwei Staaten sind wegen der im kommenden Jahr anstehenden Zwischenwahlen im Kongress von Bedeutung.


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