Facebook: Deswegen sollen Nutzer Nacktfotos hochladen

Öffentliche "Rachepornos" oder englisch "Revenge Porn" können für Betroffene eine extrem demütigende Erfahrung sein.

Facebook testet derzeit eine neue Funktion, mit der das Netzwerk seine Nutzer davor schützen will, dass ihre Nacktfotos gegen ihren Willen von anderen Nutzern verbreitet werden.

"Wir sehen viele Fälle, bei denen Fotos oder Videos zwar einst in beidseitigem Einverständnis aufgenommen wurden, bei denen aber für eine weitere Verbreitung die Einwilligung fehlt", erklärt Julie Inman Grant, Beauftragte der mit Facebook zusammenarbeitenden Regierungsabteilung e-Safety, dem amerikanischen Newsportal "ABC News". Erst wenn diese Hürden auf einer behördlichen Webseite genommen wurden, können die Fotos mithilfe des Facebook Messengers übermittelt werden. Als größtes Problem in diesem Zusammenhang dürfte sich dann auch darstellen, dass das Internet größer ist als Facebook und eine Veröffentlichung in Böser Absicht durch diese Maßnahme kaum verhindert werden kann.

Die Bilder werden danach auf Facebook in einem Link mit einem digitalen Fingerabdruck versehen. Dem Bericht zufolge werden die verschickten Fotos nicht von Facebook gespeichert.

Facebook baut mit diesem Pilotprojekt, das neben Australien noch drei nicht genannte Länder umfasst, ein seit April bereits bestehendes Programm aus. Gerade im Fall von Rachepornos werden aber häufig gerade heimlich angefertigte Nacktfotos oder Sexvideos verbreitet.


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