Fliegerbombe in Potsdam ist entschärft

Am Mittwochvormittag soll außerdem eine 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe in Berlin-Hermsdorf entschärft werden.

Die Potsdamer Innenstadt musste gesperrt werden.

Der Sperrkreis hat eine Größe von etwa 800 Metern.

Bewohner eines Altersheims warten am Mittwochmorgen in Potsdam auf ihre Evakuierung. Vorsorglich bereits evakuiert worden ist die unmittelbar angrenzende Landesinvestitionsbank (ILB). Seit dem Morgen war die südliche Innenstadt komplett gesperrt, fast 10 000 Menschen mussten ihre Wohnungen oder Arbeitsplätze verlassen. In dem Gebiet befinden sich drei Pflegeheime, die Grundschulen Rosa Luxemburg in der Burgstraße und Am Humboldtring sowie die Lenné-Gesamtschule, sechs Kindertagesstätten, der Hauptbahnhof, die Lange Brücke, das Bildungsforum, die Schwimmhalle Am Brauhausberg und der Landtag.

Der Bahnverkehr wird während der Entschärfung zwischen S-Bahnhof Babelsberg und Bahnhof Charlottenhof unterbrochen. Auch der Straßenbahn-, Bus- und Autoverkehr werden in der Innenstadt abschnittsweise gesperrt. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Nuthestraße und Humboldtbrücke sind befahrbar. Die Leipziger Straße ist ab Höhe Wasserwerk gesperrt.

"Die Entschärfung kann sich schwierig gestalten, weil der Sprengmeister erst einmal feststellen muss, um welche Art Zünder es sich handelt", sagte Stadtsprecherin Friederike Herold.

Direkt nach dem Fund am Montag war die Investitionsbank des Landes Brandenburg geräumt worden.

Als Aufenthaltsorte während der Evakuierung und Entschärfung stehen nach Angaben der Stadtverwaltung das "Freiland Potsdam" in der Friedrich-Engels-Straße 22, der Treffpunkt Freizeit in der Straße Am Neuen Garten 64 und das Bürgerhaus am Schlaatz, Schilfhof 28, zur Verfügung.

Mehr als 600 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei sind im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern.


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