Mehr Autos fallen durch den TÜV

Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und überdies mehr Freude an sicherer individueller Mobilität. Dies hat der TÜV Nord in Hannover festgestellt. Bei jedem fünften Fahrzeug waren die Mängel so erheblich, dass die Autos bei der Hauptuntersuchung durchfielen, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten TÜV Report 2018 hervorgeht. "Die Hersteller bauen gute Autos, Werkstätten sorgen für Qualitätssteigerung und die Autofahrer kümmern sich mehr um Wartung und Pflege", sagt er. "Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird". Denn dass die Beleuchtungsanlage mitunter "stiefmütterlich" behandelt wird, zeige die Verteilung der Mängelgruppen. Und das, obwohl die Kontrolle der Lichter und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen sei. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. "Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik sicher ihren Anteil", so Jürgen Lawrenz. Gerade in der dunklen Jahreszeit könne eine Kombination aus fehlender Beleuchtung und verschlissenen Bremsen "fatale Folgen" haben. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 11,1 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,1 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen. Sonst bekommt er keine neue TÜV-Plakette. Während bei den zwei- bis dreijährigen Gebrauchtwagen in Deutschland die Mängelquote mit durchschnittlich 5,8 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt liegt, haben bei den über elfjährigen Pkw bereits mehr als ein Viertel, also 26,5 Prozent, erhebliche Mängel. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu. Bei den Fünfjährigen fuhr mit der B-Klasse ein weiterer Mercedes auf die Siegerbühne.

Bei der Zuverlässigkeit haben laut TÜV-Report die deutschen Autohersteler die Nase vorn. "Keinen dieser Mängel sollte man auf die leichte Schulter nehmen", erklärte VdTÜV-Geschäftsführer Joachim Bühler. Er kostet 4,90 Euro.


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