Überauslastung droht Wirtschaftsweise erwarten "Boomphase" für Deutschland

Die künftige Bundesregierung wird Prognosen zufolge einen finanziellen Spielraum für Steuersenkungen und andere Ausgaben von um die 30 Milliarden Euro haben. Vor allem die FDP versucht derzeit in den Jamaika-Sondierungen von CDU, CSU, FDP und Grünen, den Soli spätestens bis Ende dieser Legislaturperiode völlig abzubauen. Mit Blick auf geplante Steuerentlastungen fordert der Rat, die kalte Progression abzumildern und den Solidaritätszuschlag allmählich abzuschaffen.

Die "Wirtschaftsweisen" hoben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden und im kommenden Jahr deutlich an. Die Experten rechnen für das Jahr 2017 mit einem Wachstum von 2,0 Prozent.

2018 soll die deutsche Wirtschaft um 2,2 Prozent zulegen, bisher wurden 1,6 Prozent erwartet. Die Bundesregierung sollte demnach zudem den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung senken.

Am Mittwoch übergab der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, bekannt als die fünf Wirtschaftsweisen, das Jahresgutachten an Kanzlerin Angela Merkel.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Überauslastung", heißt es in einem Gutachten, das dem "Handelsblatt" laut einer Vorabmeldung vom Dienstag vorliegt. Angesichts der guten konjunkturellen Lage sei der Wunsch nach Verteilung "sehr dominant". Ganz genau wissen das die Politiker am Donnerstag - dann werden die Ergebnisse der diesjährigen Steuerschätzung bekanntgegeben.


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