Unternehmen wollen Ausstieg aus Kohlestrom

Ein Bündnis aus rund 50 deutschen Konzernen und Umweltverbänden verlangt von der künftigen Bundesregierung den Ausstieg aus der Kohle-Energie. Die Unterzeichnungsfrist für weitere Unternehmen laufe Dienstag aus, berichtete der "Spiegel". Unterschrieben wurde es unter anderem von der Deutschen Bahn, der Deutschen Telekom, Siemens, Aldi, Metro, Adidas und dem Umweltverband Germanwatch. Selbst Energiekonzerne wie Eon und EnBW, die vor einigen Jahren noch in der Kohleverstromung aktiv waren, gehören dazu.

Bei der Verringerung der treibhausgasintensiven Kraftwerkskapazitäten müsse ein wirksamer CO2-Preis eine zentrale Rolle spielen. Zusammen beschäftigen die Firmen allein in Deutschland gut 450 000 Menschen und erzielen einen globalen Umsatz von mehr als 350 Milliarden Euro. Zudem solle die neue Regierung Steuern und Abgaben modernisieren und bis 2025 prüfen, fossile Subventionen zu beenden. Außerdem benötigten Deutschland und die EU "jetzt einen konsequenten Einstieg in die Verkehrswende auf Schiene und Straße". Eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz sei eine große Chance für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.


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