Activision von Humvee-Hersteller verklagt

Die Klage betrifft unter anderem den Verkauf von Spielzeugen, Büchern und anderen Fan-Artikeln, die im Zusammenhang mit "Call of Duty" angeboten werden und den Humvee zeigen. Die US-Armee setzt die Humvees seit Mitte der 1980er-Jahre ein, das Fahrzeug hat auch eine bekannte zivile Ausführung, den Hummer.

Besucher der Gamescom warten im Sommer in Köln vor dem Stand für das Spiel "Call of Duty". Der Fahrzeugbauer wirft dem Spielekonzern Activision Blizzard vor, er habe sich dadurch auf unfaire Weise bereichert - und fordert Unterlassung, Schadenersatz sowie Bußgelder.

AM General macht in der am Dienstag (Ortszeit) in New York eingereichten Klage eine Verletzung der Markenrechte und des geschützten Aussehens der Fahrzeuge geltend. Das über 50 Seiten lange Dokument hat man mit zahlreichen Screenshots aus dem Spiel illustriert. Es geht um acht Versionen des Games aus dem Genre der sogenannten Ego-Shooter, die ein Jahrzehnt zurückreichen.

Dass die Humvee-Fahrzeuge insbesondere in den Titeln der "Call of Duty: Modern Warfare"-Reihe des öfteren zu sehen sind, steht wohl außer Frage".

Call of Duty wurde erstmals 2003 veröffentlicht, bis zum Vorjahr konnte sich das Franchise rund 250 Millionen Mal verkaufen, die Umsätze betrugen in diesem Zeitraum rund 15 Milliarden Dollar. Jetzt landet der Fall vor Gericht, da Activision mit Vorsatz gehandelt haben soll, so AM General. Activision Blizzard äußerte sich dazu nicht. Die Kalifornier teilten am Mittwoch allerdings mit, dass die jüngste Ausgabe des populären Videospiels, "Call of Duty: WWII", bereits in den ersten drei Tagen nach Veröffentlichung mehr als eine halbe Milliarde Dollar eingespielt habe.


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