Deutscher Schauspieler Hans-Michael Rehberg gestorben

Hans-Michael-Rehberg trat in unzähligen TV-Krimis auf, von "Der Kommissar" Anfang der Siebzigerjahre über "Derrick", "Der Alte", "Tatort" bis zu "SOKO Kitzbühel".

Rehberg spielte an beinahe allen namhaften deutschsprachigen Bühnen: Burgtheater Wien, Thalia Theater Hamburg, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Freie Volksbühne Berlin, Kammerspiele München, Salzburger Festspiele. An der Folkwang-Schule in Essen absolvierte er seine Schauspielausbildung.

Seine Karriere hatte der Darsteller schon im Alter von 25 Jahren am Bayerischen Staatsschauspiel begonnen.

Rehberg gehörte zu den beliebtesten TV-Gesichtern, zumeist aber in Nebenrollen. Mit "Schindlers Liste" von Steven Spielberg, "Die Manns" und "Georg Elser" feierte er Erfolge. Für den mit dem Oscar prämierten Film "Liebe" von Michael Haneke synchronisierte Rehberg den französischen Schauspieler Jean-Louis Trintignant.

Für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Zu seinen vielen Auszeichnungen zählten die Kainz-Medaille, die er 1994 für die Darstellung des Mendel Krik in "Sonnenuntergang" von Isaak Babel im Wiener Akademietheater bekam. 1999 erhielt er den Gertrud-Eysoldt-Ring als bester Schauspieler für "Der verkaufte Grossvater" von Franz Xaver Kroetz am Münchner Volkstheater. Seit seinem ersten Auftritt als Cassius in Peter Steins "Julius Caesar" 1992 habe Rehberg 166 Mal auf den Bühnen der Festspiele gestanden. "Er gehörte zu den großen deutschen Schauspielkünstlern seiner Generation", heißt es in der Pressemitteilung. "Sein letzter Auftritt war als gealterter Romeo in einer berührenden Lesung von "Ein zartes Ding" von Ben Power".


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