#MeToo und die Folgen für Kevin Spacey

Nach den Belästigungsvorwürfen gegen Kevin Spacey wird der Hollywoodstar aus einem fast fertigen Film von Starregisseur Ridley Scott herausgeschnitten - nur sechs Wochen vor dem geplanten Kinostart in den USA.

Wegen der Belästigungsvorwürfe hatte vergangene Woche bereits der Streamingdienst Netflix die Zusammenarbeit mit Spacey aufgekündigt und die Dreharbeiten zur sechsten Staffel der Erfolgsserie "House of Cards" gestoppt. Weitere Stars des Films sind Michelle Williams und Mark Wahlberg. Die betroffenen Sequenzen werden nachträglich in die bereits bestehenden Filmszenen des Geiseldramas eingefügt.

Dass sich die Macher einen strengen Zeitplan auferlegen, hat Gründe: Das Thema rund um die berühmte Getty-Entführung wird demnächst auch von anderen Produktionen behandelt - und um ins Oscar-Rennen einsteigen zu können, muss der Streifen spätestens im Dezember in den US-Kinos anlaufen. Die Premiere war für den 16. November in Los Angeles im Zuge des Filmfests AFI geplant, wurde nach den Vorwürfen aber abgesagt. Kevin Spacey soll vor 31 Jahren den damals 14-jährigen Anthony Rapp sexuell belästigt haben. Spacey sollte in dem Thriller den US-Milliardär J. Paul Getty spielen, dessen Enkelsohn 1973 entführt wurde. Zahlreiche Männer beschuldigen ihn der sexuellen Belästigung und Vergewaltigung. Dennoch kappen viele Gefolgsleute die Verbindung zum Schauspieler.


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