Nach sexistischem Kameraschwenk über Verona Pooth: ARD entschuldigt sich

Auf Twitter ging es wegen der Sexismus-Debatte bei "Anne Will" höher her als in der Talksendung selber.

"Die Sexismus-Debatte - Ändert sich jetzt was?" - über dieses Thema diskutierte ARD-Talkerin Anne Will am Sonntagabend hinsichtlich der jüngsten Hollywood-Skandale in ihrer Sendung unter anderem mit der Entertainerin Verona Pooth, die nach eigener Aussage ebenfalls schon Sexismus in ihrer Karriere erlebt hat. Nun entschuldigte sich die Redaktion der Sendung für den Fauxpas. "Sexismus ist, wenn Laura Himmelreich bei 'Anne Will' gerade über Sexismus als 'strukturelles Problem' referiert - und der Kameramann auf die rosafarbenen Stilettos von Verona Pooth zoomt, um dann laaangsam die Beine hinaufzufahren", schrieb er in seiner Rezension der Talkshow vom Sonntagabend (und wies in einem Nachsatz daraufhin, dass auch eine Frau die Kamera geführt haben könnte). Diese Form der Bildführung widerspricht den redaktionellen und bildlichen Grundsätzen der Sendung. Wills Pressesprecherin sprach von einem Fehler des zuständigen Regisseurs. Als die 49-Jährige gerade über ihre Erfahrungen spricht, lässt ein Kameraschwenk so manchen Zuschauer etwas ratlos zurück. "(.) Ich finde das bezeichnend", kritisierte etwa ein Twitter-Nutzer. Eine Kamerafahrt bei der "Tagesschau" über die Beine von FDP-Politikerin Katja Suding hatte im Januar 2015 für Aufsehen gesorgt.


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