Saudi-Arabien will Flug- und Seehäfen im Jemen wieder öffnen

Der Experte betonte dabei, dass die Uno die arabische Koalition bereits mehrmals aufgerufen habe, die Blockade aufzuheben, während Saudi-Arabien sie nur weiter verschärfe.

Es würden weiterhin alle Schritte unternommen, um das Leiden der jemenitischen Bevölkerung zu lindern, teilte die saudische Vertretung bei den Vereinten Nationen über Twitter mit. Sie reagierte damit auf einen Angriff der schiitischen Houthi-Rebellen am Wochenende auf die saudische Hauptstadt Riad mit einer Rakete. Als erster Schritt würden innerhalb von 24 Stunden die Häfen unter Kontrolle der jemenitischen Regierung wieder geöffnet.

Für humanitäre Hilfe wichtig sind neben dem Hafen von Aden der Flughafen in Jemens Hauptstadt Sanaa sowie der Seehafen in Hudaida.

Indessen erklärte die internationale Koalition, dass die Blockade beendet wird. Dafür verlangte sie aber, dass die Vereinten Nationen Expertenteams dorthin senden. Die Koalition argumentierte, mit der Blockade sollten Waffenlieferungen des schiitischen Irans an die Huthis unterbunden werden. Teheran unterstützt die Houthis, die große Teile im Westen des Landes kontrollieren, wo auch ihr Hauptsiedlungsgebiet ist.

Im Jemen tobt seit rund drei Jahren ein blutiger Bürgerkrieg, der auch ein Stellvertreterkonflikt zwischen den Erzrivalen Saudi-Arabien und Iran ist. Das von Saudi-Arabien angeführte Bündnis bombardiert seit Frühjahr 2015 regelmäßig Stellungen der Rebellen.


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